Befragung der Bürgermeisterkandidaten durch die Bürgerinitiative WIR
Wildeshausens Bürger haben die Bürgermeisterkandidaten gefragt, wie die Radfahrinfrastruktur aussehen würde, wenn sie denn Bürgermeister sein würden.
Zettel mit rund 50 Fragen wurden in die dafür bereit gestellte Zettelbox im Eiscafé Italia gelegt.
Es konnten aus zeitlichen Gründen nur ein Teil der Fragen vorgelesen und beantwortet werden.
Beim Sortieren der Fragen kristallisierten sich mehre Punkte heraus.
Deutlich reklamiert wurde der für Radler und Fußgänger gefährliche Bereich in Zwischenbrücken. Hier wurde eine dringend erforderliche bauliche Änderung (verkehrsberuhigte Zone oder Einbahnstraße) gefordert, die Sicherheit für Radler und Fußgänger bringt. Kurzfristig helfen eine Geschwindigkeitsreduzierung von 30 km/h auf die durchschnittliche Fahrradgeschwindigkeit von 20 km/h und der Abbau der Zusatzschilder auf dem Gehweg mit dem Hinweis „Fahrrad frei“.
Ebenso war der Umweltschutz ein Thema. Mehr Bäume und Grünpflanzen sollen in die Innenstadt und der Verkehr sollte reduziert werden, um den klimaschädlichen CO2-Ausstoß und Feinstäube zu verhindern.
Anmerkung: Der Pkw-Verkehr heizt Innenstädte messbar auf. Studien zeigen, dass Pkw bis zu 30% der anthropogenen Wärme in Städten verursachen. Motoren, Abgase, Bremsen und die von geparkten Fahrzeugen gespeicherte Wärme verschärfen den Hitzestress und verhindern die nächtliche Abkühlung. (VCÖ)
Das bekannte Thema Fußgängerzone in der Westerstraße wurde ebenfalls angesprochen. Gegen diese Forderung der Bürger stemmen sich seit Jahren rund ein Dutzend Geschäftsleute aus der Westerstraße.
Fazit: Alle Fragen und angesprochenen Themen waren bekannt und werden von Wildeshausens Bürger, mal mehr und mal weniger, schon lange diskutiert. WIR hoffen, dass der zukünftige Bürgermeister die Weichen neu stellt und sichtbare positive Veränderungen vornimmt.
Wildeshauser Zeitung vom 19. 06. 2026
Video-Clip
Tag der Ehrenamtlichen
WIR haben auf unserem Informationsstand folgende Punkte angesprochen:
· Sicherheit im Straßenverkehr (Vision Zero - keine Toten und Verletzten im Straßenverkehr)
· Verkehrsbrennpunkte in Wildeshausen
· Feinstaubproblematik (Feinstäube durch Abgase, Abrieb von Reifen und Bremsen und Aufwirbelungen von abgelagertem Staub)
Der Feinstaub, der viele Krankheiten und Tote zur Folge hat, stellt ein großes gesundheitliches Problem für alle Aktiven dar, die sich ungeschützt im Freien bewegen.
Wer in der Hunte- und Westerstraße im Schritttempo hinter einem KFZ herfährt atmet die Auspuffgase ein.
Thomas Lammers hat sich als Mitarbeiter im Präventionsdienst einer Berufsgenossenschaft viele Jahre mit den Folgen von Feinstaub auseinandergesetzt. Auf unserem Info-Stand hat Thomas zu den Risiken von Feinstaub-Emissionen Fragen beantwortet.
Die Grenzwerte der Luftschadstoffe sind EU-weit herabgesetzt worden. Sie entsprechen aber immer noch nicht den Anforderungen der WHO. Die Kommunen werden sich mit diesen neuen Grenzwerten der EU-Kommission auseinander setzen müssen, die sich zum Beispiel bei NO2, PM10 und PM2,5 halbiert haben.
Die Wissenschaftssendung „Quarks“ des WDR hat dazu einige wissenswerte Details zusammengefasst. Diese Zusammenfassung gibt es hier.
An diesem Tag hat Polizeiobermeister Martin Klinger am WIR-Info-Stand Fahrräder codiert.
Fahrrad- und Eigentümerdaten werden in eine polizeiliche Datenbank eingetragen (Registrierung). Diese Datenerfassung wurde am Fahrrad durch einen speziellen, nicht zerstörungsfrei zu entfernenden Aufkleber mit individueller Nummer dokumentiert (Codierung). Durch den Aufkleber soll eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Fahrraddiebe erzielt werden. Die Datenerfassung erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Fahndungserfolges und ermöglicht eine schnelle Zuordnung der Fahrräder.
Die Codierung wurde kostenlos angeboten.
Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum
Und es geht doch!
Unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Christian Pundt stellten am
12. März 2026 um 18:30 h
in der VHS Wissenswerkstatt Kirchhatten
Prof. Dr. Rainer Schwerdhelm, Verkehrsplaner Jade Hochschule, und Bjarne Lotze, Geschäftsführer von FairSpaces, Berlin, in Impulsvorträgen Ideen und Konzepte für eine nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum vor. Aus Leer berichtete Thomas Lammers von WIR über das erfolgreiche Projekt „FaCit“ (Mit dem Fahrrad in der City), dessen Ziel es ist, mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen.
Dr. Anna Müller von KIR moderierte die Veranstaltung, in der vor allem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Ihren Fragen zu Wort kommen sollen. Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie die Mobilitätwende auch im ländlichen Raum gelingen kann. Stadt und Land sind dabei keine Gegensätze.
Im Foyer der Volkshochschule wird die Wanderausstellung „Mobilität anders angehen“ des VCD präsentiert. Daneben gibt es vielfältige Möglichkeiten zum Dialog mit unterschiedlichen Interessenvertretungen.
WIR-Aktion Zebrastreifen vor REWE
am 03. 05. 2025
Radfahrer demonstrieren für Streifen am Huntetor
Ihrer kürzlich gestellten Forderung, den Zebrastreifen vom Parkplatz des Rewe-Marktes am „Huntetor“ in Wildeshausen bis zur gegenüberliegenden Tankstelle zu verlängern, verliehen etwa 20 Mitglieder der Initiative „Wir für Wildeshausen“ (WIR) am späten Samstagvormittag mit einer Aktion vor Ort Nachdruck.
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WIR-Aktionsziele
Klimaaktionstag am 01. 03. 2024
Den 1. Klimaaktionstag auf dem Marktplatz in Wildeshausen besuchten mehr als 150 Interessierte.
Aktive Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist gesund, umweltfreundlich, zeitlich flexibel, individuell, emissionsfrei und kostengünstig. Sie zu fördern, ist daher wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Mobilitäts- und Verkehrspolitik in Deutschland.
Bei der Anzahl der Wege liegt laut infas Mobilitätsreport der Rad- und Fußverkehr im Jahr 2020 bei circa 40 Prozent bundesweit. Das Fahrrad haben im Jahr 2019 in Deutschland 44 Prozent der Menschen regelmäßig genutzt (Quelle: Fahrrad-Monitor Deutschland 2019). Das waren 6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2015. Mit der Corona-Pandemie hat das Radverkehrsaufkommen abermals zugenommen (Quelle: Fahrrad-Monitor Deutschland Corona-Befragung 2020). Immer häufiger wird das Fahrrad auch als Ersatz zum Auto genutzt, nicht zuletzt, weil Lasten- und Elektrofahrräder im Trend liegen.
Der Fußverkehr ist die klimaschonendste Form der Fortbewegung. Fast jeder dritte Weg wird aktuell zu Fuß zurückgelegt. Der Fußverkehr verbindet zudem verschiedene Verkehrsträger. Er ist damit ein wesentliches Element insbesondere des Umweltverbundes aus öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), Fahrrad- und Fußverkehr.
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Wochenmarkt am 07. 09. 2023
Soviel Abstand muss beim Überholen von Radfahrern eingehalten werden: Thomas Lammers (links) und Frank Poppe verdeutlichten das am Donnerstag mit einer Holzlatte bei 50 Kontakten mit Wochenmarktbesuchern.
Critical Mass am 24. 09. 2021
Die erste „Critical Mass“ genannte Aktion fand im September 1992 in San Francisco statt. Seit diesem Start treffen sich Radfahrer weltweit mehr oder weniger regelmäßig zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Von Stadt zu Stadt gibt es verschiedene Umgangsweisen mit Verkehrsregeln und Autos sowie der Polizei: Eine „critical mass“ hat keinen Verantwortlichen sowie keine zentrale Organisation (lediglich einen Urheber): Critical-Mass-Aktionen entstehen, wenn irgendeine Person sich einen Ort und einen Zeitpunkt überlegt und zu einer gemeinsamen Fahrt via Internet, Plakate, Mundpropaganda oder einen ähnlichen Kanal aufruft und damit Ort und Zeitpunkt bekanntgibt. Wenn sich daraufhin genügend Menschen einfinden, um gemeinsam zu fahren, findet die CM statt.
Von 2004 bis 2014 gab es auch in Budapest zweimal im Jahr einen Critical-Mass-Fahrradumzug. Nachdem zu Beginn nur einige hundert Radler teilgenommen hatten, fuhren auf der Veranstaltung vom 22. April 2007 rund 50.000 Menschen durch die Budapester Innenstadt, am 20. April 2008 waren es schon 80.000. Die letzte Veranstaltung in Budapest fand 2013 statt mit rund 100.000 Teilnehmern. Damit war die ungarische Veranstaltung die weltgrößte dieser Art.
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